…und noch ein fast 10 Jahre alter Beitrag. Das wird wohl noch eine Weile so weitergehen, ich war damals ja einigermaßen fleißig.
Zum Abschluss dann wieder meine Reflexion zu diesem Beitrag.
Moin!
Momentan habe ich eigentlich auch genug zu tun mit meinem Baby und mit meinem Großen.
Doch ich bin einer dieser Menschen, die schlecht „Nein“ sagen können und zu hilfsbereit sind.
Nun ja, also habe ich mir Arbeit aufgehalst.
Ich richte gerade eine neue Social-Media-Plattform für ein Café ein.
Wäre an sich keine allzu große Arbeit, wenn es vernünftige Bilder gäbe.
Gibt es aber nicht und ich versuche mit Photoshop zu retten, was zu retten ist.
Natürlich ist das ein erheblicher Zeitaufwand und das Pflegen der Seite, um Follower zu bekommen, ebenfalls.
Aber ich habe schon gesagt, dass ich es am Wochenende an den eigentlichen Besitzer abgeben werde.
Weiter machen würde ich das wirklich nur gegen Bezahlung.
Aber weil die Besitzer des Cafés so nett sind, habe ich es jetzt halt so gemacht.
Mein Mann war weniger begeistert, da ich schon noch einige andere Sachen zu erledigen habe.
Dazu kommen noch unsere Bienen.
Die machen uns auch gerade Sorgen, denn es wird einfach nicht warm genug und das Futter ist schon sehr knapp.
Nun bange ich jeden Tag, ob sie dieses Wetter überleben.
Gestern war es ja ein wenig wärmer und sie kamen zum Reinigungsflug aus ihrem Stock.
Das sah erst mal okay aus, aber darauf mag ich mich noch nicht verlassen.
Jetzt heißt es erst mal abwarten.
Dann kommen wir zu meinem Großen.
Da er ja ein „Problemkind“ ist und dann noch das Thema „hochbegabt“ in den Raum geworfen wurde, waren mein Mann und ich diesmal gemeinsam mit ihm beim Psychiater zum Kontrolltermin.
Die Psychiaterin war auch erst mal zurückhaltend und empfahl weitere Tests.
Das heißt für uns: noch einmal IQ, Mathematik und Deutsch testen zu lassen.
Dies findet Anfang April statt und das Ergebnis wird Ende Mai besprochen.
Derweil bin ich jetzt ständig in Kontakt mit seinen Lehrern und es ist wirklich anstrengend.
Die Lehrer kommen einfach nicht an ihn ran und wir auch nur mit mäßigem Erfolg.
Er blockt ab, antwortet nicht und verlässt unangenehme Situationen.
Zu seinem Sport mag er auch nicht mehr gehen und seine Gedanken kreisen fast ausschließlich um das Thema Geburtstag, welcher jetzt im März ansteht.
Am heutigen Gesprächstag mit einer seiner Lehrerinnen warf diese etwas in den Raum, worüber ich auch schon nachgedacht habe.
Sie vermutet nämlich, dass mein Großer eine Variante des Autismus haben könnte.
Denn sie hatte schon einmal ein Kind wie meines und bei diesem Kind wurde Asperger diagnostiziert.
Das vermute ich auch schon eine Weile, traute mich aber nicht, diesen Gedanken auszusprechen.
Ich rief also heute nach diesem Gespräch bei unserer Psychiaterin an und fragte nach einer Untersuchung diesbezüglich.
Der Termin dafür ist Anfang Mai.
Ja, es sind wieder viele Tests für den Großen, aber in seinem Fall geht es nicht anders.
Wir sind an unsere Grenzen gestoßen und brauchen endlich eine gültige Antwort.
Die Psychiaterin hat zudem angeraten, unbedingt eine Verhaltenstherapie zu machen, sonst könnte sein Verhalten irgendwann solche Ausmaße annehmen, dass es stationär behandelt werden muss.
Das wollen wir natürlich nicht.
Also rief ich den Verhaltenstherapeuten an und hatte Glück.
Jemand hat die Therapie abgebrochen und wir konnten gleich reinrutschen.
Der erste Termin ist am Dienstag nächste Woche.
Natürlich werde ich ihn auch gleich auf das Thema Asperger ansprechen, denn ich denke, dass er da auch Erfahrung hat.
Wir werden sehen, wie es weitergeht.
Reflexion:
Puh, jetzt muss ich mir selbst direkt in die Augen sehen.
Ich glaube – nein, ich bin mir ziemlich sicher –, dass mein Ex damals nicht mit bei der Psychiaterin war.
Denn er wusste nicht einmal, in welcher Praxis wir waren.
Zudem hatte er die Diagnosen immer abgelehnt und mir vorgeworfen, dass ich mir diese durch Intimität erschlichen habe.
Ich gehe mal davon aus, dass ich mich einfach geschämt habe, immer zu sagen, dass ich alles alleine stemmen muss, obwohl ich einen Mann habe.
Entschuldigt bitte.
Die Aushilfe für die erkrankte Lehrerin war allerdings der rettende Engel.
Wäre sie nicht gewesen, wäre wahrscheinlich keine gezielte Testung erfolgt.