Schlagwort: essen

  • 11 – Projekt Möhren-/Zwiebelbeet | \O/

    Moin!

    Zum dritten Mal bauen wir Möhren an.

    Diesmal aber ein wenig anders.

    Wir starten ein Experiment.

    Die Möhren wurden mit einem Anzuchterde-/Vogelsand-Mix abgedeckt.

    Das ist quasi selbstgemachte Kakteenerde.

    Das seht ihr auf dem dritten Bild (oder auf dem Beitragsbild) ganz gut als hellere Streifen.

    Zwischen die Möhren habe ich Zwiebeln gepflanzt, und zwar die Zwiebel „Exhibition“.

    Diese Zwiebel hatten wir im ersten Jahr schon einmal, aber sie ist leider nichts geworden.

    Trotzdem probieren wir es dieses Jahr noch einmal und nutzen die Möhren als Schattenspender.

    Wir sind gespannt, ob es diesmal besser klappt.

    Das Schöne an der Gartenarbeit ist, dass man immer dazulernt.

    Hat man in dem einen Jahr einen Fehler gemacht, dann weiß man es im nächsten Jahr besser.

    Auf den Bildern seht ihr oben den Urzustand des Möhrenbeetes auf der rechten Seite.

    Wir konzentrieren uns erst mal auf die Beetflächen, das Drumherum kommt später.

    Auf dem zweiten Bild seht ihr den Fortschritt, wo bereits die Möhren gesät sind.

    Das dritte Bild ist das „fertige“ Beet mit den am Samstag gesetzten Zwiebeln.

    Da schönes Wetter war, musste dieser Umstand natürlich sofort ausgenutzt werden.

    Als Nächstes werden wir uns weiter nach hinten arbeiten für die anderen Gemüsesorten, die wir dieses Jahr setzen wollen.


    Reflexion:

    Auch diesen Beitrag kann ich so stehen lassen. 🙂

  • 09 – Das Erdbeerbeet | \O/

    Moin!

    Über Ostern waren mein Mann und ich ein bisschen fleißig.

    Wir gestalten gerade den vernachlässigten Garten um und bauen auch wieder Gemüse und Obst an.

    Das machen wir schon seit drei Jahren mehr oder weniger erfolgreich.

    Dieses Jahr sollte die Anbaufläche größer werden und besonders das Erdbeerbeet.

    Nun war die Frage im Vorfeld:

    Wo?

    Das ließ sich nur mit einer Antwort klären:

    Der Kirschbaum muss weg!

    Jetzt werden sicher einige aufschreien und sich fragen, wieso um Himmels Willen ein Baum dafür weg muss.

    Nun, das hat mehrere Gründe.

    Der Baum war ungünstig platziert worden und ragte ständig auf den Weg.

    Dann hatte er leider eine Krankheit, derer wir über die Jahre nicht Herr geworden sind.

    Das führte dazu, dass er kaum Früchte trug.

    Es wird natürlich ein Ersatz für den Baum besorgt, nur wird dieser dann besser platziert werden.

    Mein Mann musste ganz schön ackern, um den Baum zu entfernen.

    Doch letztendlich hat er es geschafft.

    Danach haben wir das Beet vergrößert.

    Dazu mussten wir den Rasen abstechen und das war gar nicht ohne.

    Nach meiner Schulter-OP und Schwangerschaft habe ich nicht mehr allzu viele Muskeln und ich hatte anschließend ganz üble Schmerzen im Schultergürtel mit Migräne.

    Doch all das hat sich gelohnt.

    Wir haben das neue Erdbeerbeet im Größenverhältnis zum alten Beet verdreifacht.

    Wir haben jetzt 60 (!) Erdbeerpflanzen gesetzt.

    Die Erdbeeren haben wir diesmal bei einer Firma bestellt, über die wir einen Bericht gesehen hatten.

    Schlimmer als die Erdbeeren aus den Gartencentern oder aus den Gärtnerpornokatalogen konnten diese sicher auch nicht sein.

    Pünktlich kamen die Erdbeeren an und machten einen sehr robusten Eindruck.

    Natürlich hatten wir das Beet noch nicht fertig und die Pflanzen mussten noch zwei Tage im Karton verweilen.

    Dort drin wuchsen sie tatsächlich weiter und bildeten schon Blüten aus.

    Das Einsetzen ging auch problemloser als gedacht und am nächsten Tag konnten wir sogar schon Wachstum verzeichnen.

    Bislang sind wir beeindruckt.

    Wir werden sehen, wie die Ernte ausfällt.

    Es sind fünf verschiedene Sorten, die wir gesetzt haben.

    Zwei davon hatten wir schon einmal und waren alles andere als begeistert.

    Aber vielleicht müssen wir ja unser Urteil über sie revidieren.

    Wir sind gespannt.

     


    Reflexion:

    Hier gibt es im Grunde nichts zu sagen.

    Die Erdbeeren waren gut und den Rest kann ich so stehen lassen. 😇

  • 08 – Der 12. Geburtstag | \O/

    Kurzer Reminder vorab: Wir befinden uns immer noch bei den alten Texten ( \O/ ) mit einer Reflexion aus heutiger Sicht.


    Moin zusammen!

    Mein Großer hatte Geburtstag. Den 12. Geburtstag.

    Oh Mann, wie alt bin ich denn?

    Für mich ist es noch überhaupt nicht so lange her, dass ich ihn bekam.

    Kennt ihr dieses Gefühl auch?

    Ich weiß noch, wie der Tag vor seiner Geburt war.

    Mein Mann und ich waren bei IKEA und haben dort noch irgendwas gekauft. Was genau, weiß ich aber nicht mehr.

    Ich hatte schon Mühe, die Treppen zu gehen, aber ich wollte es unbedingt.

    Danach waren wir im Wald spazieren.

    Nach einer kurzen Strecke bekam ich schon so etwas wie Seitenstiche.

    Mein Mann wollte umkehren, ich nicht.

    Ich wollte das so.

    Er musste mich aus dem Wald herausstützen.

    Daheim schlürfte ich noch mindestens zwei Wehencocktails, aber ohne den Sekt darin.

    Ich wollte zwar unbedingt, dass er kommt, aber nicht um jeden Preis. Daher schloss ich Alkohol aus.

    Wieso ich das wollte?

    Nun ja, ich hatte Angst, dass er am 27.03. zur Welt kommt.

    An dem Tag haben zwar auch eine alte Freundin und meine ehemals beste Freundin Geburtstag, aber auch mein „Erzeuger“, welcher alles andere als gut für mein Leben war.

    Ich konnte den Gedanken nicht ertragen, dass das arme Kind eventuell am selben Tag Geburtstag hat.

    Der errechnete Geburtstermin war nun mal an dem Tag, als ich bei IKEA und im Wald war und es war nichts passiert.

    Panik machte sich bei mir breit.

    Ich ging so gegen 22 Uhr ins Bett und schlief schnell ein.

    Gegen 2 Uhr morgens wurde ich wach.

    Da zwickte etwas.

    Ich stand auf.

    Das alarmierte meinen Mann.

    „Geht es los?“, fragte er.

    Ich antwortete:

    „Nein, schlaf weiter. Ist alles gut.“

    … und stand auf.

    Mein Mann ließ sich damit nicht abspeisen.

    „Du hast doch etwas“, bemerkte er und stand ebenfalls auf.

    Ich erklärte ihm, dass es eben ein bisschen gezwickt hatte und ich nun ins Bad gehen wollte.

    Er ging mit.

    Wir setzten uns ins Wohnzimmer und das „Zwicken“ wurde immer heftiger.

    Der Doc hatte erklärt, dass man bei Wehen einen Tischkanten-Effekt hätte.

    Also so starke Wehen, dass man in die Tischkante beißen könnte.

    Er schrieb alles auf, auch die „Tischkanten-Effekte“.

    Wortwörtlich wurde das notiert.

    Den Zettel habe ich übrigens noch.

    Gegen 6 Uhr in der Früh sind wir dann in die Klinik gefahren.

    Dort wurde ich untersucht und rausgeschickt zum „Spazierengehen“.

    Nun, wir gingen und riefen meine Mutter an.

    „Mama, es geht los, wir sind im Krankenhaus“, keuchte ich ins Telefon.

    Als Antwort kam:

    „Das ist gut, wir fahren jetzt auch ins Krankenhaus.“

    Klatsch.

    Das hat gesessen.

    Meine Mutter war erkrankt, als ich im 7. Monat war und musste nun am offensichtlichen Geburtstag meines Sohnes auch ins Krankenhaus.

    Eine Nachricht, die man in so einer Situation absolut nicht gebrauchen konnte.

    Die Schmerzen wurden heftiger und wir gingen wieder in den Kreißsaal.

    Ich hatte mir eine romantische Wannengeburt gewünscht und diese schon vorher angemeldet.

    Da meine Fruchtblase noch nicht geplatzt war, schickte mich die Hebamme in die Badewanne.

    Es war so gegen 8 Uhr.

    Ich setzte mich in die Badewanne.

    Ich mag baden, aber das … das ging gar nicht.

    Doch ich musste da jetzt durch.

    Mir war nicht wohl und nach kurzer Zeit hörte ich auch ein „Knacks“.

    Mein Mann hörte es nicht, aber die Fruchtblase war geplatzt.

    Ich wollte sofort aus der Wanne, mir war so schlecht.

    Die Hebamme kam gerade rein, als ich mir einen Bademantel umwarf.

    „Ich will keine Wannengeburt mehr“, schleuderte ich ihr entgegen.

    Sie schaute mich mit großen Augen an.

    „Okay, dann gehen wir hier rüber in das Zimmer.“

    Ich sollte mich ins Bett legen und wurde an den Wehenschreiber angeschlossen.

    Du meine Güte!

    Wieso bloß?!

    Als die Hebamme mit ihren Untersuchungen fertig war und den Raum verließ, fing ich an „rumzuzappeln“.

    Offensichtlich kann ich nicht still liegen oder sitzen bleiben, wenn ich starke Schmerzen habe.

    Ich wollte aufstehen.

    Ich wollte im Zimmer herumlaufen.

    Es ging nicht.

    Ich setzte mich hin.

    Ich kniete mich hin.

    Ich machte den Vierfüßlerstand.

    Mein Mann war der Verzweiflung nahe.

    Er hatte Angst, dass ich die Kabel abreiße.

    Mir war das egal.

    So ging das eine Weile.

    Die Hebamme kam rein, ging raus.

    Dann ging irgendwann auch mein Mann kurz raus.

    Er wollte endlich eine Zigarette rauchen.

    Zu dem Zeitpunkt war er noch Raucher.

    Natürlich setzten die Presswehen in dem Moment ein, als ich komplett alleine war.

    Erstklassig!

    Kurz bevor der Kopf in den Geburtskanal eintrat, kam mein Mann wieder rein.

    Kein Moment zu spät.

    Frauen, die schon spontan entbunden haben, wissen sicher, was passiert, wenn der Kopf in den Geburtskanal eintritt.

    Er kümmerte sich darum, der Arme.

    Dann kam auch die Hebamme wieder.

    Sie hatte Nierenschalen geholt.

    Sehr viele.

    Und ich dachte noch:

    „Was will sie damit?“

    Meine Mutter hatte ich früher ausgelacht, als sie erzählte, dass sie sich bei jeder Presswehe übergeben musste.

    Ich hätte das vielleicht nicht machen sollen.

    Mir ging es genauso.

    Ich presste, spuckte, presste, zerrte an meinem Mann.

    Dann steckte das Kind fest und ich konnte nicht mehr.

    Ich war der Ohnmacht nahe.

    Die Hebamme, schon älteres Semester, merkte das und sagte:

    „Sie schaffen das. Ich habe sechs Kinder auf natürlichem Weg bekommen.“

    Zwosch!

    Mir entfuhr ein:

    „Ach du Scheiße!“

    … und ich war wieder voll da.

    Ich fragte, ob ich nicht doch eine PDA haben könnte.

    Die Hebamme lächelte und sagte:

    „Jetzt brauchen Sie auch keine mehr. Ich sehe schon das Köpfchen.“

    Dann machte es „plums“ und der Kleine war da.

    Mein Mann durfte leider nicht die Nabelschnur durchtrennen, denn laut Hebamme musste es jetzt schnell gehen.

    Andere Leute kamen und plötzlich war mein Mann mit Baby verschwunden.

    Glücklicherweise hatten wir eine Klinik mit Anschluss an die Kinderklinik ausgewählt und die brauchten wir nun.

    Man machte mich fertig, nähte die gerissene Wunde und stellte mich dann eine Stunde auf den Flur, wo ich den ganzen anderen werdenden Müttern zuhören konnte.

    Ich hatte einen Bärenhunger und machte mir Sorgen, wo meine zwei Männer denn blieben.

    Nach besagter Stunde kamen beide wieder und wir durften ins Zimmer.

    Es war nochmal alles gut gegangen.

    Ja, und das ist bei mir noch so in Erinnerung, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass das schon 12 Jahre her sein soll.

    Gefeiert wird der Geburtstag erst nach den Osterferien.

    Denn die Kinder sind meist mit ihren Eltern unterwegs und außerhalb der Ferien sind die Indoorparks auch nicht so überfüllt.

    Wie jedes Jahr möchte er in einen Indoorpark.

    Diesmal aber in einen, der einen Hochseilgarten hat.

    Eigentlich hat er Angst vor Höhe, aber er will sich dieser Angst mit seinem besten Freund stellen.

    Wir werden sehen.

    An seinem Geburtstag waren wir unter uns.

    Es gab Käsekuchen, Pflaumenkuchen und abends noch die gewünschte Currywurst mit Pommes.

    Also mit Punkte zählen war da nichts.

    Eine Weight-Watchers-Pause.

    Die Quittung kam aber prompt.

    Mir ist ganz übel von diesem Essen.

    Ich fühle mich ganz dreckig von innen.

    Ich glaube, ich brauche das nicht mehr.


    Reflexion:

    Einer der wenigen Momente, in denen mein Mann da war und ohne es mir hinterher vorzuhalten.

    Dass meine Mutter in derselben Nacht ins Krankenhaus kam, überschattete alles und es wurde auch nicht besser.

    Ich habe die Nacht nach der Geburt auch nicht geschlafen.

    Ich saß am Fenster, das Baby neben mir und habe im Mondschein zugesehen, wie er schlief.

    Ich habe die ganzen drei Tage irgendwie nur ein paar Stunden geschlafen.

    Es gab mit dem Stillen Probleme, da mehr Milch produziert werden musste und ich hatte unfassbare Angst, dass mir jemand mein Kind nimmt, während ich schlafe.

    Das Gewicht … tja.

    Hätte ich damals schon gewusst, dass ich ein vererbtes Lymphödem und Lipödem habe – und das auch noch von beiden Familienseiten meiner Eltern –, hätte ich mir viel Leid ersparen können.

    Aber leider ist in all den Jahren niemand darauf gekommen und lediglich meine Oma wusste, dass etwas mit „ihren Drüsen“ nach ihrer ersten schweren Geburt nicht stimmen würde.

    Dass mehr dahinter steckte, ahnte niemand.