Diese alten Beiträge werde ich in Zukunft in der Überschrift mit \o/ kennzeichnen.
Am Ende des Beitrages werde ich immer eine Reflexion von mir zu dem Text setzen. Meine heutige Sichtweise.
Also los:
Ich bin krank und übermüdet. Mein kleines Baby schläft schlecht. Es ist krank, hat einen Entwicklungsschub und bekommt auch noch die ersten Zähnchen. Ihr könnt euch sicher vorstellen, was da los ist.
Doch das Positive ist, dass mein Kleiner nun vorwärts krabbeln kann. Vorher konnte er es nur rückwärts.
Er setzt sich nun aus der liegenden Position selbst hin, kann sich an Gegenständen festhalten und stehen.
Hatte ich schon erzählt, wie alt er ist?
Sehr wahrscheinlich nicht. Der Kleine ist gerade 8 Monate alt geworden.
Mein Großer (11) ist auch krank, aber nicht zu krank, um am PC zu sitzen und stundenlang zu spielen. Nun ja, dann ist er auch gesund genug, um in die Schule zu gehen. Von Hormonen geplagt hält auch er uns zudem zusätzlich ordentlich auf Trab.
Mein Mann und ich erfreuen uns gerade an grippalen Infekten mit Hauptaugenmerk auf eine Nasennebenhöhlenentzündung. Allerdings ist diese samt Schlafmangel natürlich bei ihm viel schlimmer als bei mir. Die Männergrippe lässt grüßen.
Diese Tatsache zog einen Rattenschwanz nach sich. Denn Göttergatte hatte am Freitag Geburtstag und erwartete einen selbstgebackenen Kuchen.
Obwohl es mir nicht gut ging, hatte ich für einen Käsekuchen eingekauft. Diesen mag er eigentlich ganz gerne. Doch es kam alles anders als gedacht.
Quasi Last Minute teilte er mir mit, er möchte gerne einen Streuselkuchen.
Streuselkuchen?! Klasse! Das hieß für mich: nochmal einkaufen.
Doch das war alles andere als einfach. Freitags hat der Große länger Schule. Mist.
Da mein Mann zu krank war, um mit Baby und mir einkaufen zu gehen und mit einem kranken Baby angeblich überfordert war, musste ich auf den Großen warten. Denn ich wollte das Baby nicht unnötig rumschleppen und es wäre für mich auch körperlich belastender gewesen.
Der Große war dann gegen 16 Uhr daheim und passte gerne auf den Kleinen auf. Danke, mein Großer!
Ungefähr 1,5 Stunden später war ich wieder zuhause, kochte Abendessen, bereitete den Hefeteig vor und brachte das Baby ins Bett.
Der Geburtstagskuchen war dann so um 22:10 Uhr fertig und ich präsentierte ihn mit zwei Geburtstagskerzen und „Happy Birthday“ singend meinem Mann.

Dieser lag schon leicht schlafend auf dem Sofa und kommentierte das Geschehen nur mit:
„Jetzt ist es zu spät.“
Toll. Dafür hatte ich jetzt selbst krank nochmal eingekauft und die ganze Zeit in der Küche gestanden.
Der Hammer kam dann aber am nächsten Tag. Während der Große den Kuchen lobte und am liebsten alles aufgegessen hätte, teilte mir mein Mann mit, dass ihm der Kuchen nicht fluffig genug sei und er ihn daher nicht essen könne.
Wie bitte?!
Na danke auch!
Bedankt hat er sich zwar trotzdem für die Mühe, aber angefressen bin ich allemal.
Nächstes Jahr gibt es Käsekuchen. Ende!
Aber ich will nicht nur über meinen Mann schimpfen. Zwischendurch ist er ja auch ganz lieb. Er hat mich heute schon gewärmt, weil mir so kalt war, und kümmert sich um unser schon ausgesätes Gemüse. Denn dazu hatte ich gerade gar keine Zeit.
Ausgesät haben wir Speisezwiebeln, Kohlrabi, Fenchel und Paprika.
Ach ja, und ich habe mir neulich einen Lorbeer gekauft. Das ist mein erster Lorbeer. Ich hoffe, wir machen alles richtig mit ihm.
Ich nutze Lorbeer häufig zum Kochen, allerdings bisher in der getrockneten Variante. Ich bin wirklich gespannt auf den frischen Lorbeer im Essen.
Nun verkrümele ich mich in mein Bett und hoffe, noch ein wenig schlafen zu können.
Bis dann.
Reflexion:
Tja, was soll ich dazu sagen?
Ich musste beim Lesen des Beitrages den Kopf schütteln und meine Wut herunterschlucken.
- Nur weil ein Kind sich durch Spielen am PC reguliert und auf den ersten Blick nicht krank wirkt, muss das nichts heißen. Neurodiverse Kinder äußern Krankheiten oft anders als neurotypische Kinder.Zudem fällt es ihnen schwer, Dinge einzuordnen und zu benennen.Also schaut bitte genauer hin und denkt immer daran, dass Schmerzempfinden von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist.
- Das Benehmen, das mein damaliger Mann an den Tag gelegt hat, war alles andere als okay.
Bitte Leute: Wenn euch jemand so behandelt, ist das nicht eure Schuld. Oftmals haben diese Menschen eigene Baustellen und nutzen euch als Ausweg.Ich habe das auch auf dem harten Weg gelernt und kann euch sagen: Ich habe all das nicht gemacht, weil ich so nett bin.Angst war damals mein täglicher Begleiter.
Wenn ihr in so einer Situation seid, sucht euch Hilfe oder sucht Wege, aus so einer Beziehung zu entfliehen.
Es gibt immer Wege. Ich habe es auch geschafft.