Schlagwort: Outdoor

  • 05 – Meine Familie und ich | \O/

    *Werbelinks ganz unten im Text*

    Moin!

    Es ist mal wieder so weit. Ich habe einiges zu berichten.

    Meine Kleidung wird weiterhin lockerer und ich fühle mich leichter. Ich habe mich sogar dabei ertappt, wie ich hüpfe und tanze. Mein Großer denkt schon, dass ich nicht ganz richtig im Kopf bin.

    Doch wenn ich nicht gerade gegen Müdigkeit kämpfe, dann geht es mir gut.

    Die Müdigkeit ist ja auch so ein Thema, aber mit Baby logisch. Trotzdem würde ich gerne wieder eine Nacht durchschlafen.

    Dafür hatte ich vorgestern Wach-durch-die-Nacht.

    Nein, nicht wegen des Babys.

    Eher wegen meiner eigenen Trotteligkeit.

    Ich habe nämlich meine Schilddrüsentablette nicht genommen und hatte dann eine innere Unruhe, die mich nicht schlafen ließ.

    Darauf gekommen bin ich leider erst am nächsten Tag, als mir nachmittags einfiel:

    „Hast du deine Tablette heute eigentlich genommen?“

    Tja, und da stellte ich fest, dass die andere Tablette auch noch drin war.

    Klasse, was?

    Dabei habe ich von meinem Mann eine Pillendose bekommen, weil ich immer fragte:

    „Habe ich meine Tablette schon genommen?“

    Das nervte ihn, also bekam ich die Dose.

    Funktioniert an sich ganz gut.

    Allerdings fragt mich mein Mann jetzt:

    „Hast du geguckt, ob du deine Tablette genommen hast?“

    facepalm

    Ja, tut mir leid. Ich bin bei einigen Dingen echt schusselig.

    Ich freue mich wie ein kleines Kind, dass ich abgenommen habe und mein Mann ist auch total begeistert, dass ich schon so viel geschafft habe.

    Heute habe ich mein „Ich-ziehe-bei-der-Arbeit-ein-Langarmshirt-unter-wenn-mir-frisch-ist“-Shirt angezogen.

    Trug ich selten drunter, weil ich nichts an den Ärmeln haben wollte, aber ab und an musste es sein.

    Dieses Shirt lag eng an und das macht es immer noch.

    ABER: Es rollt sich nicht mehr hoch und mein Mann stellte heute fest, dass man die „Fettschürze“ über dem linken Knie nicht mehr sieht.

    Das motiviert natürlich sehr.

    Das Social-Media-Projekt habe ich am Donnerstag auch an das Café abgegeben und dachte, dass ich mich damit von dieser Arbeit befreit habe.

    Weit gefehlt.

    Der Besitzer kennt sich leider kaum aus und brauchte dann noch entsprechend Hilfe.

    Das hieß für mich: viele WhatsApp-Nachrichten von 7 Uhr früh bis 1 oder 2 Uhr nachts.

    Das war ganz schön anstrengend, über Text- und Sprachnachrichten jemanden zu instruieren, wie das alles funktioniert.

    Doch jetzt hat es wohl endlich geklappt.

    Wie gesagt, war das etwas stressig, da ich unter anderem auch hier Stress habe.

    Nicht nur mit den Kindern.

    Die Bienen kamen am Wochenende raus, als es warm war, und brachten auch Pollen ein.

    Das heißt, sie sind in der Brut.

    Blöd allerdings, dass das Blumenangebot eher sparsam ist und die Kälte nochmal zurückkommt.

    Also habe ich mich am Montag ins Auto gesetzt und bin zum nächsten Imkerei-Fachgeschäft gefahren.

    Die gibt es natürlich nicht überall.

    Dort habe ich nochmal Futter geholt und dann aufgefüttert.

    Leider sieht es nicht so aus, als würden sie das Futter annehmen.

    Drückt die Daumen, dass sie die Zeit noch überstehen, bis es wieder wärmer wird.

    Mit dem Großen war ich am Dienstag dann bei dem Verhaltenspsychologen, zu dem wir sollten.

    Tja, was soll ich da sagen …

    Ich war alles andere als begeistert.

    Eine sehr merkwürdige Praxis und der Psychologe wirkte auf mich eher wie ein Psychopath.

    Er stellte auch einige Fragen und wollte natürlich wissen, wieso wir da sind.

    Bei dem Thema „Zwänge“ sagte er dann:

    „Ja, und was soll ich da machen?“

    Ja, das weiß ich doch nicht.

    Die Psychologin hat sich wohl etwas dabei gedacht, als sie uns dorthin schickte.

    Das störte mich zusätzlich.

    Offensichtlich war er auch genervt davon, dass ich das Baby mithatte.

    Es war zwar nicht laut, wollte aber natürlich alles untersuchen.

    Er fragte mich, ob ich das Baby immer mitbringen würde.

    Ja, natürlich.

    Das fand er irgendwie nicht ganz so gut.

    Wegzaubern kann ich es nicht.

    Natürlich fielen ihm die kaputten Arme meines Großen auf.

    Er fragte, ob das Neurodermitis sei.

    Ich erklärte ihm, dass mein Großer Neurodermitis hat und dass wir denken, dass Stress ein Trigger ist.

    Seine Antwort war:

    „… ist das ansteckend?“

    What????

    Also wirklich.

    Nach nicht ganz einer Stunde konnten wir mit einem dicken Fragebogen endlich gehen.

    Ich fragte den Großen, wie er es dort fand und ob er sich vorstellen könne, dort eine Therapie zu machen.

    Er sagte, dass er den Mann komisch fand, aber doch schon gerne lernen würde, wie er sich besser verhalten kann und Freunde gewinnt.

    Hmmm.

    Ich lehne es dort ab.

    Denn der Psychologe meinte auch, dass er uns einen Kollegen oder eine Kollegin besorgen könnte, wenn wir mit ihm nicht zurechtkommen.

    Ich denke, ihm war unbehaglich mit meinem Großen.

    Vielleicht wegen der Neurodermitis und vielleicht auch wegen der Tatsache, dass ein Baby dabei war.

    Dort werde ich meinen Großen nicht lassen, wenn er sich dazu entscheidet, die Therapie machen zu wollen.

    Ach, zum Ende wurde uns auch noch mitgeteilt, dass die Psychologen dort, einschließlich ihm, noch nicht fertig ausgebildet sind.

    Das macht die Sache für mich nicht besser.

    Morgen habe ich einen Termin in der Schule mit seinen drei Lehrerinnen.

    Es geht um die weiterführenden Schulen und wie er sich bisher geändert hat.

    Von der Mathe- und der Deutschlehrerin habe ich jetzt positives Feedback bekommen und die Tests fallen auch besser aus.

    Für eine Schule habe ich mich im Grunde schon entschieden, von daher gehe ich davon aus, dass sie es genauso sehen werden und mich nur über sein Verhalten weiterhin informieren.

    Mit der Mathematiklehrerin habe ich über WhatsApp regen Kontakt und es hört sich sehr positiv an.

    Ich bin gespannt.

    Mein Großer hat auch bald Geburtstag und es war echt schwer, ein Geschenk zu finden.

    Er weiß immer erst nicht, was er möchte und dann fallen ihm einige Sachen ein.

    Er hat sich für Outdoor-Equipment entschieden.

    Einen Tasmanian-Tiger-Rucksack und eine Sitzmatte.

    So einen Rucksack hat mein Mann schon und wir sind sehr zufrieden damit, also bekommt er die Sachen.

    So, es schlafen gerade alle und ich werde nun die Gunst der Stunde nutzen und Walking Dead weiterschauen.

    Gute Nacht!


    Reflexion:

    So, zur Erklärung:

    Ich habe damals versucht, mit Weight Watchers abzunehmen und es funktionierte erst mal gut – bis alles noch stressiger bei uns wurde.

    Schilddrüse, ja, die war ein Thema, aber ich denke nicht, dass die damalige Unruhe durch eine vergessene Tablette in homöopathischer Dosis schuld daran war.

    Vielleicht war es der Stress, vielleicht die beginnenden Wechseljahre, vielleicht aber auch etwas anderes.

    Das Ding mit dem Psychologen war wirklich unschön und der Herr war wirklich angeekelt von der Neurodermitis meines Sohnes.

    Diese Neurodermitis wird durch Stress getriggert.

    Das ist nicht unüblich bei neurodiversen Kindern, aber bei uns lag ja noch mehr im Argen.

    Der Große ist jetzt aber endlich in Therapie.

    Er hat jemanden gefunden, dem er vertraut.

    Die Bienen …

    Ja, das habe ich gerne gemacht.

    Aber eigentlich war das der Wunsch meines Mannes und er verlor recht schnell das Interesse daran.

    Da Imkern aber sehr teuer ist und ich mich schon wieder unfassbar geschämt habe, habe ich das Ganze weitergeführt.

    Allerdings brauchte ich zwischendurch bei Aufgaben, die Heben beinhalten, seine Hilfe.

    Aber nun ja, die musste ich mir mit viel Geduld einfordern.

    Das Café hatte ja auch Beuten von uns bei sich stehen.

    Der Versuch einer Kooperation.

    Auch das musste ich alleine irgendwie hinbekommen und habe mich dann wegen des schlechten Gewissens unentgeltlich um die Social-Media-Sache gekümmert.

    Mein Stresslevel war enorm und ich glaube, ich habe damals einfach nur funktioniert, weil ich alles alleine machen musste.