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  • 10 – Stolze Mama | \O/

    Hallo zusammen!

    Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt, hat sicher mitbekommen, dass es da ein paar schulische Probleme mit meinem Großen gibt.

    Da wir nach der Eskalation vor Ostern die Daumenschrauben fester gezogen haben, hatten wir Sorge, dass die Osterferien wieder zur Nachlässigkeit führen könnten.

    Mein Großer machte zwar seine Hausaufgaben, wollte die Aufgaben, die er nachzuholen hatte, aber nicht machen.

    Natürlich sorgte diese Tatsache für reichlich Unmut und auch seine Mappen „vergaß“ er am Freitag wieder in der Schule.

    Das machte die Sache nicht besser.

    Wie jeden Tag fragte ich auch heute wieder nach seinem Schultag und ob er Hausaufgaben auf hätte.

    Er verneinte dies und erzählte eine haarsträubende Geschichte.

    Jedenfalls hörte sich das, was er sagte, für uns wie eine Geschichte an.

    Er berichtete, dass er in allen Fächern seine Aufgaben so schnell fertig hatte, dass er noch machen konnte, was er wollte.

    Zudem war er so schnell und sorgfältig, dass er keine Hausaufgaben auf hätte.

    Denn die hätte er schon als Zusatzaufgaben im Unterricht erledigt.

    Hm, gestern erzählte er auch schon Ähnliches und das passte ja nun gar nicht mit der vorangegangenen Verhaltensweise zusammen.

    Kurzum schrieb ich der Mathematiklehrerin eine WhatsApp.

    Sie hatte mir ausnahmsweise ihre Privatnummer gegeben, da ihr mein Großer doch sehr wichtig ist.

    Ich musste ein paar Stunden auf eine Antwort warten.

    Logisch, sie hat ja schließlich auch andere Dinge zu erledigen.

    Doch ich warte nun mal nicht so gerne.

    Als dann aber die Antwort kam, war ich sprachlos.

    Jedes Wort war wahr.

    Er hat nicht gelogen.

    Ich bin so unsagbar stolz auf ihn und hoffe wirklich, dass er nicht wieder in sein altes Muster verfällt.

    Die Lehrerin habe ich gebeten, dass sie mir doch bitte einen Zwischenbericht über ihn im Mai erstellt.

    Denn ich denke, dass so eine positive Entwicklung hilfreich wäre, um ihn an eine gute Schule zu bekommen.

    Da das Zeugnis ja „nur“ Realschulniveau ist, er aber das Zeug fürs Gymnasium hat, werde ich alles versuchen, damit er diese Laufbahn einschlagen kann.

    Nicht, dass ihr jetzt denkt, ich möchte das auf Biegen und Brechen.

    Es ist tatsächlich der Wunsch meines Großen.

    Ja gut, ich würde es natürlich auch toll finden, da ich weiß, dass er es kann.

    Die Entscheidung lag aber bei ihm.

    Entschieden haben wir uns allerdings nicht für ein reines Gymnasium, sondern für eine kooperative Gesamtschule.

    Als Sicherheitsnetz, falls er doch wieder rückfällig wird.

    Zudem sind diese Schulen hier nicht so groß wie die IGS.

    Dort hätten wir nämlich die Befürchtung, dass er untergehen könnte.

    Wir dürfen gespannt sein, wie es weitergeht.


    Reflexion:

    Die von mir gewählte Schulform war eine gute Entscheidung und es war ein Segen, zum Ende der Grundschulzeit eine so engagierte Lehrerin zu bekommen, die auch um die Ecke dachte und uns auf die Autismus-Spektrum-Störung aufmerksam machte.